in Gesellschaft

Einen massiven Schlag gegen die Kinderpornografie gelang der kanadischen Polizei diese Woche. 76 Wohnungen und Geschäftsräume wurden in der Provinz Ontario durchsucht, 60 Männer festgenommen, tausende einschlägige Bilder und Videos sichergestellt. 213 Anklagen sind erhoben worden. Es ist damit die größte in Kanada durchgeführte Aktion gegen die Kinderpornografie.

22 der Missbrauchsopfer konnten durch die Polizei bereits identifiziert werden. Neben dem einschlägigen Material wurden auch Drogen und illegale Waffen aufgefunden. Die drei jüngsten Festgenommenen sind unter 16 Jahre alt, der älteste 69. Die Behörden haben die Namen der Täter, mit Alter, Wohnort und Anklagepunkte ins Internet gestellt. Ausgenommen davon waren lediglich die Personen unter 16 Jahren. Einer der Täter soll Kindergärtner sein.
Eine spezielle Software hatte zu dem Ermittlungserfolg geführt. 8.940 IP-Adressen hatte die Polizei festgestellt, die untereinander Kinderpornografie austauschten oder von speziellen Seiten herunterluden. Die Festgenommen sollen keinem Ring oder einer Bande angehören. Der Ermittlungschef Scott Tod sagte auf einer Pressekonferenz: „Die grundsätzliche Verantwortung der Gesellschaft ist es, ihre Kinder zu schützen. Kinderpornografie ist der sexuelle Missbrauch von Kindern. Jedes Bild von Kinderpornografie hat ein Kind zum Opfer. Jeder Handel oder die Übertragung des Bildes macht das Kind erneut zum Opfer.“
Paul Gillespie wird in Zukunft die Organisation „Kinsa“ leiten, dort werden Polizisten geschult, Straftaten im Bereich der Kinderpornografie zu verfolgen. Er sagte, es gäbe nicht genug Ressourcen bei der Polizei: „Es gibt nicht genug von den Guten, alle Bösen zu verhaften“. Was in Ontario offen gelegt wurde, sei nur eine Momentaufnahme dessen, was gerade in der ganzen Welt passiere. (de.wikinews.org)

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