in Gesellschaft

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In Griechenland kam es bei dem Spiel zwischen AE Larissa (AEL) und Acharnaikos zu einem Sitzstreik der Fußballprofis. Diese haben sich nach dem Anpfiff zwei Minutenlang hingesetzt und geweigert zu spielen.

Auslöser ist die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Alleine dieses Jahr kamen bereits mehr als 46.000 Menschen über das Mittelmeer nach Griechenland, mehr als 200 kamen dabei ums Leben.

Der Protest soll – laut AEL Offiziellen – „an die Hunderten von Kinder, die jeden Tag wegen der abscheulichen Apathie der EU und der Türkei in der Ägäis umkommen“, erinnern. Erst diese Woche ertranken mindestens 57 Menschen vor den Ägäischen Inseln.

Die Lage der Flüchtlinge in Griechenland ist katastrophal. Alleine letztes Jahr kamen laut UN 850.000 Menschen auf dem Festland und den Inseln an. Von der EU und anderen Institutionen im Stich gelassen, fühlt sich Griechenland aufgrund der humanitären Katastrophe überfordert.

Die einzige Parole die man zum Beispiel aus Deutschland hört, ist, dass sich Griechenland gefälligst an die Dublin III Verträge halten soll, ergo keine Flüchtlinge weiterziehen lassen darf. Doch wie soll das funktionieren? Statt einer Lösung für das Problem, sollen sogenannte „Hotspots“ entstehen, wo alle Flüchtlinge registriert und den EU Behörden zugänglich gemacht werden soll. Das Verteilungsproblem löst dies jedoch nicht. Ein weiterer Vorschlag aus Deutschland war, die griechische Marine einzusetzen, um zu verhindern, das Flüchtlinge Europäischen Boden erreichen. Im Klartext:

Die EU droht Griechenland mit einer „Auszeit“ im Europa ohne Grenzern, sollte das Land seine eigene Grenzen nicht dicht machen. Vor allem die Seegrenze zur Türkei, heißt also im Klartext: Lasst die Menschen ersaufen, sind eh keiner EuropäerInnen. In jeder Schlachterei gibt es mehr Mitgefühl als auf der EU-Innenministerkonferenz in Amsterdam. Nicht Grenzen dicht machen, sondern ein konsequenter Kampf gegen Rassismus, eine gute Versorgung aller Flüchtlinge und vieles mehr hätten dort Thema sein müssen. Wie immer folgt alles nationalem und profitorientiertem Standortdenken und derjenige (Griechenland), der am Boden liegt, wird noch einmal ordentlich getreten.

Die Aktion der Fußballer ist daher voll zu Begrüßen und ein Hilferuf an die EU – so geht es nicht weiter. Dabei ist Europa groß und reich genug, allen eine Zukunft zu bieten.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Bei einem Jahresgehalt von einer Millionen Euro sind 2 Minuten sitzen – gar nichts?

    Ich weiß immer nicht, was dieser seltsamer Autor mit „Freiheit“ zu tun hat? „Gequälte Gedanken“ paßte viel besser.

  2. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien(Turbokapitalismus da kann man von BRIC zwar träumen) sind hundertausende im Vorfeld obdachlos geworden um die Weltmeisterschaften angeblich sicher zu bekommen. Während der Weltmeisterschaft sind Demos brutal zusammengeprügelt worden und ettliche erschossen worden. Dort kein Wort von den Fußballern auch nicht im Zusammenhang mit Katar. Aber bei Russland die ich persönlich heute als das Land ansehen muss welches Demokratie, Christentum und Menschenrechte vertritt wird sich aus dem Fenster gehangen. Ansonsten wird ein wenig mit Fahnen gewedelt und in Köln werden die Frauen sexuell mishandelt und in den Ubahnen werden mitlerweile auch schon Passanten belästigt auch junge Männer von pöbelden US-Flüchtlingen

    • Normal ist es immer so das die Verursacher auch für die Folgen aufkommen Stichwort Haftung. Das bedeutet konkret die USA, England und Frankreich. Die USA haben mit dem Irakkrieg und der Förderung der IS plus der Bombardierung Lybiens und dem Syrienkrieg direkt für die Flüchtlingslavine auf Europa gesorgt also Angriff auf Europa durch die NATO, WHO, NSA, CIA, BND usw.. Ihre Agenten der Atlantikbrücke wie Merkel, Gabriel haben die Gesetze direkt ausgehebelt Artikel 16a. „Wir Schaffen das“? Also die Flüchtlinge in die USA karren. Natürlich wollen wir sie nicht verrecken lassen also hin in das Land der Einwanderung und Menschenrechte gebettet auf den Gebeinen der Einheimischen und Sklaven. Genauso England und der römische Blinddarm…

  3. Also ihr Noobautoren wenn ihr Artikel schreibt informiert euch mal!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. diese Aktivismus kann kaum an Heuchelei überboten werden, vergleichbar mit den Schweigeminuten und Kranzniederlegungen der Politclowns.

  5. In einem vorherigen Artikel wollte sich ein Autor den richtigen Fragen widmen?
    War wohl wieder nur eine Eintagsfliege.

    Ich fand die Printmedien schon fürchterlich zerrissen, aber im Internet wird auch der letzte Rest an Kongruenz zerfetzt.

  6. Man könnte jetzt natürlich Konter über Konter fahren gegen diesen naiven Artikel der sich ausschließlich mit den Symptomen befasst, stattdessen schalte ich lieber gleich auf Durchzug. Ist mir auf Dauer zu ermüdend, auf weltremde und faktenresistente Artikelschreiber einzugehen.