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Fidel Castro ist ein Vorbild für Millionen, nicht nur weil er maßgeblich dazu beitrug Kuba von der Diktatur zu befreien, auch sein Einsatz im Kampf gegen Armut und Kapitalismus werden weltweit geehrt. Doch die Grenzen und Fehler seiner Version des Sozialismus schränken seinen Vorbildcharakter ein.

Fidel Castro war nach allen Maßstäben eine herausragende Persönlichkeit. Noch als gebrechlicher Mann blieb er in Lateinamerika eine populäre Figur, sogar unter jüngeren Menschen, die die aufrüttelnden Ereignisse der kubanischen Revolution von 1959 nicht erlebt hatten. Vor der Revolution war Kuba der Inbegriff der schlimmsten Auswüchse des Kolonialismus. Den Erfolg seines Befreiungskriegs gegen Spanien Ende des 19. Jahrhunderts kassierten die USA, die sich sofort daran machten, die Verfassung des unabhängigen Landes in ihrem Sinne umzuschreiben.

Kubas Zucker diente fortan dazu, die Staatssäckel ihrer neuen imperialistischen Herren zu füllen, während seine Kultur – die authentische, nicht verstummen wollende Stimme der Sklaven – seines Inhalts beraubt und den Touristen als Folklore dargeboten wurde.

David gegen Goliath

Damit war am 1. Januar 1959 Schluss, als die ihrer globalen Herrschaft so sicheren Vereinigten Staaten von dieser kleinen Insel in der Karibik zur großen Genugtuung aller besetzten Länder und Befreiungsbewegungen weltweit erfolgreich herausgefordert wurde. Der Gigant stand anscheinend auf tönernen Füßen.

Castro weigerte sich standhaft zu kapitulieren. Allen Erpressungsversuchen trotzte er. Seine Unnachgiebigkeit und die Ineffektivität ihrer sechs Jahrzehnte dauernden Blockade ließ seine Feinde, Republikaner wie Demokraten, fassungslos in Rage geraten.

Die von den USA gesteuerte Invasion in der Schweinebucht im Frühjahr 1961 wurde durch kollektiven Widerstand vereitelt. Die Raketenkrise von 1962 machte der Führung in Havanna allerdings klar, dass die Unterstützung seitens der Sowjetunion an Bedingungen geknüpft war und dass Kuba nur eine Bauernfigur im globalen Machtkampf darstellte.

Wendepunkt der kubanischen Revolution

Eine kurze Übergangszeit der Distanzierung von Moskau und der Hinwendung zu den Befreiungsbewegungen der Dritten Welt, von Lateinamerika bis nach Vietnam, stellte die radikalste Phase der Revolution dar. Es war die Zeit, als Kuba in der Symbolfigur Che Guevaras den Aufstand der Unterdrückten weltweit inspirierte.

Guevaras Tod im Oktober 1967 steht jedoch für einen Wendepunkt in der Revolution. In Peru, Guatemala, auch in Venezuela, waren Versuche, die kubanische Erfahrung zu wiederholen, kläglich gescheitert. Castro, der sich schon immer zuerst um das Überleben des unter der erdrückenden Last der Totalblockade schwächelnden Landes gesorgt hatte, kehrte der Guerillastrategie den Rücken.

Das Jahr 1969, als die Zuckerernte die illusorische Zielmarke von zehn Millionen Tonnen verfehlte, markierte diese Wendung. Kuba geriet nun endgültig in die Umarmung Moskaus und identifizierte sich fortan mit dessen Strategie von Dritte-Welt-Bündnissen und Kompromissen. Als Castro 1971 Chile besuchte, um dem neugewählten Präsidenten Salvador Allende zu seinem parlamentarischen Weg zum Sozialismus zu gratulieren, wurde er von den zukünftigen Anhängern Pinochets mit Straßenprotesten und Topfschlagen empfangen.

Welcher Sozialismus?

Castro, von der politischen Herkunft her Radikalnationalist, bezeichnete die kubanische Revolution erst nach der Schweinebucht-Invasion als sozialistisch. Seine Verkündung war das Eingeständnis der wirtschaftlichen Abhängigkeit Kubas von der Sowjetunion und auch der zentralen Rolle, die die bald neu zu gründende Kommunistische Partei zukünftig spielen würde.

In diesem Kontext verstand man unter „Sozialismus“ einen nach sowjetischem Muster stark zentralisierten Staat. Das entsprach sowohl Castros als auch Guevaras Vorstellung davon, wie Revolutionen siegen: durch die Aktion kleiner, opferbereiter Kadergruppen, die stellvertretend für die Massen handeln.

Den Einmarsch der Sowjets in die Tschechoslowakei im Jahr 1968 begrüßte Castro – ein weiterer klarer Beleg für Kubas Abhängigkeit von der Sowjetunion und den Charakter des kubanischen Staats nach Guevaras Tod. Nur im südlichen Afrika wagte das Land eine offensivere internationale Politik.

Antiimperialistischer Ruf

Während der 1970er Jahre spielten die kubanischen Streitkräfte eine Schlüsselrolle bei der Niederschlagung rechter Aufstände, was Castros antiimperialistischen Ruf stützte. Es ist nicht zu bezweifeln, dass sein Einschreiten das Ende der Apartheid beschleunigte. Am Horn von Afrika allerdings kämpften kubanische Truppen auf der Seite von mit Russland verbündeten Regierungen bei der brutalen Niederschlagung der dort kämpfenden Befreiungsbewegungen.

Fidel war aber nicht einfach ein williger Untergebener. Er setzte sein großes Charisma und seine Schlagkraft ein, auch um in Richtung Moskau Warnschüsse abzufeuern, zugleich aber um seine persönliche Kontrolle über den Staat zu festigen. Die Guerilla-Veteranen der Überfahrt auf dem Motorboot „Granma“ nach Kuba im Jahr 1956, die das Batista-Regime gestürzt hatten, bildeten in ihrer Mehrzahl die folgenden fünf Jahrzehnte das Machtzentrum.

Fehlende Selbstemanzipation

Der Sozialismus Castros hatte wenig Ähnlichkeit mit Marx’ „Selbstemanzipation der Arbeiterklasse„. Es war ein Kommando-Sozialismus nach dem Muster der Guerilla-Armee, die Fidel als Oberbefehlshaber angeführt hatte. Zusammengehalten wurde er zum einen durch Fidels unanfechtbare Autorität und zum anderen durch die unerbittliche Feindschaft der USA, die nicht nur hunderte Male versucht hatten, ihn zu ermorden, sondern nicht davor zurückscheuten, das kubanische Volk bis zur Unterwerfung hungern zu lassen.

Das unter diesen schwierigen Bedingungen von den Revolutionären aufgebaute System brachte ganz reale Verbesserungen mit sich. Die am meisten gefeierten waren das effiziente und universelle Gesundheitssystem und Bildungswesen. Ansonsten war das alltägliche Leben – bereits vor dem Entzug der sowjetischen Hilfe und der daran anschließenden „Sonderperiode“, die das Land in den 1990ern an den Rand der Katastrophe brachte – einfach karg.

Solidarität und Opferbereitschaft

Dass es nicht zu einem vollständigen Zusammenbruch kam, ist nur der kollektiven Solidarität und Opferbereitschaft zu verdanken, wobei es auch deutliche Zeichen tiefsitzender Unzufriedenheit gab, die sich in Blaumachen, Widerstand am Arbeitsplatz, Ernüchterung der Afrika-Veteranen und anderem äußerte. Viele der mit der Revolution verbundenen Hoffnungen waren enttäuscht worden. Zwar wurden die Grundbedürfnisse gedeckt, aber Konsumgüter blieben Mangelware und jede Form des Dissens wurde hart bestraft.

Die extreme Machtkonzentration (die Staatsorgane standen alle unter der Kontrolle einiger dutzend „historischer“ Führer um Castro) an der Spitze der Pyramide schloss jede sozialistische Demokratie aus. Politische Institutionen wurden auf allen Ebenen zentral gelenkt, lokale Organe wie die Komitees für die Verteidigung der Revolution hielten systematisch Ausschau nach Anzeichen von Dissens. Und gelegentlich, wenn die Unzufriedenheit zu lautstark wurde, wurden einfach tausende Kubaner, unter Begleitung tosender, sie als „Abschaum“ beschimpfender Demonstrationen, nach Miami befördert.

Eingeschränkt übertragbar

Es war relativ einfach, die Rufe nach Demokratie seitens der Kritiker im Lande als imperialistische Propaganda abzutun und nicht als legitimen Anspruch arbeitender Menschen, dass ein Sozialismus, der diesen Namen verdient, sie zu Subjekten der eigenen Geschichte erheben müsste. Öffentliche Informationen lagen nur in der unzugänglichen Gestalt der Staatszeitung Granma vor, und die staatlichen Institutionen waren auf allen Ebenen kaum mehr als Kommunikationskanäle zur Verkündung der Entscheidungen der Führung.

Eine abgeschottete, nur sich selbst rechenschaftspflichtige Bürokratie mit privilegiertem Zugang zu den knappen Waren und Dienstleistungen einer schmalbrüstigen Wirtschaft versank zunehmend in Korruption. Castros gelegentliche Aufrufe zur „Besserung“ ließen einige problematische Individuen über die Klinge springen, ohne aber das System anzutasten.

Kuba überlebte dennoch, nicht zuletzt dank Fidels scharfem politischem Instinkt und seiner Bereitschaft, nach dem Fall Osteuropas neue Verbündete wo nur möglich zu finden. Aber auch wenn lateinamerikanische Politiker wie Rafael Correa oder Evo Morales Castros Vermächtnis feieren, können die neuen antikapitalistischen Bewegungen seit der Jahrtausendwende mit ihrer Betonung auf Demokratie und Beteiligung nicht viel von Kuba lernen.

Kein Sozialismus ohne Demokratie

Denn in Wirklichkeit lebte die Insel eine äußerst autoritäre Interpretation des Sozialismus aus, die lange Zeit die Unterdrückung von Schwulen duldete, jede Kritik von sich wies und schließlich im heutigen kubanischen Regime mündete, in dem eine Clique von Bürokraten und Militärkommandeuren die Wirtschaft managen und kontrollieren. Sie werden es sein, die von Kubas Wiedereintritt in den Weltmarkt profitieren werden, nicht die Mehrheit der Kubaner.

Fidel erkrankte im Jahr 2006 und meldete sich seitdem kaum noch öffentlich. Sein Tod wird quer durch die dritte Welt betrauert, weil Kuba so lange Zeit die Möglichkeit der Befreiung vom imperialistischen Joch symbolisierte. Der Staat, den Castro aufbaute, ermahnt uns jedoch, dass der Sozialismus, ein wirklicher Sozialismus, einer tiefen und radikalen Demokratie bedarf.

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