in Gesellschaft

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Die Vorweihnachtszeit und insbesondere die Tage nach Weihnachten und zum Ende eines Jahres hin geben vielen Menschen die Gelegenheit über das vergangene Jahr nachzudenken, darüber zu reflektieren. Über persönliche Ereignisse, Probleme, die man gelöst hat, Fehler, die man begangen hat oder auch einmal eigene Erfolge zu feiern. Doch die wenigsten machen sich darüber hinaus auch Gedanken bzgl. geopolitischer Fragen, warum bestimmte Geschehnisse so abgelaufen sein könnten, wie sie es sind, wie auf den ersten Blick separate Ereignisse miteinander in Verbindung stehen, usw. usf..

Auch dürften den wenigsten kritischen Geistern die Institutionen und Strukturen in einem solchen Moment in den Sinn kommen, die uns „Stabilität“ vermitteln, die wir als Gesellschaft so dringend benötigen, um überhaupt so etwas wie Kontinuität darstellen zu können und somit das Chaos zu verhindern. Denn viele dieser Institutionen sind nicht im bzw. für die Interessen der einfachen Bürger erschaffen und ersonnen worden. Sie bilden meist nur für ein, zwei oder drei Generationen das Fundament auf das eine Gesellschaft zwingend angewiesen ist, um existieren zu können, während sie gleichzeitig die Macht der Internationalisten/ Globalisten/ Eliten (IGE) absichern helfen.

Das Problem dabei ist jedoch, dass die Eliten nie auf lange Sicht mit dem zufrieden sind, was sie als statisches oder semi-friedliches System ansehen. Die Eliten sind nicht damit zufrieden ein System zu kontrollieren, dass nur zu 98 Prozent von ihnen beherrscht wird. Sie wollen die totale Kontrolle. Daher setzen sie gezielt Chaos und Krisen ein oder bringen sogar alte, gewachsene Strukturen zu Fall, die ihnen zuvor mehr als dienlich waren, um eben diese fehlenden zwei Prozent schließen zu können.

Der Westen hat im Hinblick auf seinen „institutionellen Frieden“ lange Zeit in einer Periode relativer Ruhe gelebt. Die meisten Menschen haben sich an die Idee gewöhnt, dass diese Ruhe der Normalität entspricht, obwohl die Geschichte immer wieder anderes belegt. Jedoch fühlen selbst Unbedarfte, dass unserem System eine große Veränderung, eine Art Schock bevorsteht. Dabei werden sowohl nationale als auch internationale Ereignisse eine Rolle spielen und einige der alten Strukturen, an die wir uns so gewöhnt haben, werden danach nicht mehr existent sein. Wir werden daher im Nachfolgenden auf einige dieser Strukturen explizit eingehen, da sie bislang von großer Bedeutung sind:

Die NATO

Das ehemalige Verteidigungsbündnis, geschaffen zu Beginn des Kalten Krieges, hat sich zu einem Angriffsbündnis zurückentwickelt. Die NATO unter der Führung der USA steht aber vor einer Zerreißprobe ganz besonderer Art. Die Türkei als Schlüsselmitglied der NATO in der Region des Nahen und Mittleren Osten verabschiedet sich immer mehr von der atatürkschen Staatsform und wird zunehmend zu einem totalitären Staatsgebilde. Begründet durch seinen Präsidenten Erdogan mit dem „Coup von 2016“, für den es eigentlich nach wie vor keine eindeutigen Beweise gibt, wer diesen geplant und ausgeführt hat.

Seitdem hat Ankara eine ganze Reihe von gegen den Westen gerichteten Kampagnen gestartet und sich sowohl ökonomisch als auch militärisch an Russland angelehnt. Recep Erdogans Chefberater hat sogar öffentlich gefordert, dass die NATO-Mitgliedschaft der Türkei überdacht werden muss.

In diesem Monat haben 24 europäische Staaten einen Verteidigungspakt unterzeichnet. Ziel dieses Paktes ist der Aufbau eines zentralisierten europäischen Militärs und das Ende der Abhängigkeit Europas von der NATO und den USA. Haben Sie etwas davon mitbekommen?

Die alte militärisch Ordnung beginnt sich also zu verändern. Aber zu welchem Zweck? Mit welchem Ziel? Wie eingangs beschrieben, wollen die Eliten unser Verständnis, was gesichert und normal ist, zerstören. Sie wollen uns noch mehr zu verängstigten Bürgern machen, die allseits Gefahren sehen. Am Ende steht eine noch stärkere und ausgeprägtere Interdependenz zwischen den Staaten und eine Bevölkerung, die sich leichter unterwerfen lässt.

Die OPEC

Wie im Artikel Finanzsystem: Saudi-Arabien, seine Bedeutung für den Petrodollar und der „globale ökonomische Neuanfang“ heraus gearbeitet, besteht eine große Chance, dass es zu einem grundlegenden Wandel im Nahen und Mittleren Osten kommt. Insbesondere, was eine der tragenden Säulen der OPEC anbelangt: Saudi-Arabien. Die alte Ordnung des Ölhandels und seine Stabilität zerfällt gerade und wird durch etwas ersetzt werden, das den Petrodollar und damit die US-Wirtschaft zu Fall bringen wird.

Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass Öl und Gas, die eigentlich nur 10 Prozent des internationalen Handels ausmachen, die wohl wichtigsten Rohstoffe in unserer industrialisierten Welt sind. Energie aus fossilen Brennstoffen ist der Schmierstoff und das Überlebenselexier aller anderen Handelsprodukte und Dienstleistungen. Der Fakt, dass der US-Dollar unerbittlich mit dieser Energie und damit der Produktion verbunden ist, hat es den USA bislang ermöglicht, wirtschaftliche Vorteile zu genießen, die zuvor auf der Welt unbekannt waren.

Jetzt, da zahlreiche OPEC-Staaten die Berechtigung des US-Dollars als Petrowährung zu hinterfragen beginnen und Saudi-Arabien bilaterale Verträge mit Russland und China abschließt, ist es unerlässlich, dass man sich mit der Frage der Stabilität des US-Dollars als Weltleit- und -reservewährung beschäftigt. Man muss zudem das System beobachten, dass gerade implementiert wird, das den US-Dollar in seiner Funktion ablösen soll: die Sonderziehungsrechte (bzw. eine Spielart davon, wohl basierend auf der Blockchain-Technologie) des IWF. Und wir müssen uns damit beschäftigen, wer wirklich vom Fall des US-Dollars und dem Ende seiner Dominanz profitieren wird.

Das Bargeld und die Anonymität

Das Fiat Geld-System ist eine bewusst geschaffene Kreation, um Reichtum von Fleißig zu Reich zu transferieren. Zwangsläufig zerstört es dabei auch langsam aber stetig die Wirtschaft. Wenigstens konnte man im bisherigen Fiat Geld-System noch den Vorteil des anonymen und physisch vorhandenen Bargeldes genießen. Unglücklicherweise geht der Trend dahin, dass uns auch dieser letzte Freiheitsgrad genommen wird.

In den letzten Jahren wurden Kryptowährungen, basierend auf der Blockchain-Technologie, von den Systemkritikern als das Ende und die Lösung der Macht der Zentralbanken, deren Kontrolle und Korruption angesehen. Beide würden alles dezentralisieren: vom Geld bis hin zu Informationen. Beide könnten sogar das bestehende Bankensystem zu Fall bringen. So dachten und denken auch heute noch viele. Aber die Realität sieht vollkommen anders aus. Die wichtigsten Investoren und Unterstützer der Blockchain-Technologie und der Kryptowährungen sind inzwischen die internationalen Banken und Finanzinstitute.

Globalistische Stützen wie Goldman Sachs oder JP Morgan arbeiten fieberhaft daran, verschiedene Varianten der Blockchain in den verschiedensten Bereichen zu implementieren. Und das eigentliche Ziel wird dabei immer deutlicher: das Ende aller physischen Transaktionen und das digitale System als einzige verbliebene Methode des Handels und der Bezahlung inklusive einer dann De facto-Zentralisierung.

Ich glaube, dass nicht allzu viele Menschen realisiert haben, wie weltverändernd und katastrophal diese Entwicklung sein wird, wenn wir zulassen, dass diese weiter voranschreitet. Kryptowährungen werden uns als Mittel zur Beendigung der Macht der internationalen Banker verkauft. Und doch bieten sie eine neue Ebene und Form der Zentralisierung. Denn einher geht mit ihr das Ende der Anonymität im Handel und das ist gleichzusetzen mit dem Ende der persönlichen Freiheiten.

Der Osten und der Westen

Die meisten alternativen Analysten haben die wirtschaftlichen Veränderungen und die Verlagerung des „Antriebsmotors der Weltwirtschaft“ vom Westen in Richtung Osten in den letzten 10 Jahren beobachtet. China ist heute der größte Importeur und Exporteur auf der Welt. Und China wird in wenigen Jahren die USA als wichtigste Wirtschaftsnation ablösen. Wir haben zudem sehen können, dass es zu einer stetigen und methodischen Abkehr vom US-Dollar als Weltreservewährung kommt. Aber was viele als „positives Signal des Ostens“ werden, und dass sich der Osten aus den „Klauen der westlichen Vorherrschaft befreit“, ist eigentlich eine konzertierte Aktion der Eliten das alte monetäre System und seine dahinterliegende Ordnung zu zerstören, um aus seinen Ruinen eine neue Weltordnung erschaffen zu können.

Wie in zahlreichen Artikeln aufgezeigt, stehen die wichtigsten Staaten im Osten, Russland und China, ganz offen für ein neues monetäres System ein. Nicht aber unter deren Kontrolle und Führung, wie viele annehmen und glauben, sondern unter der Aufsicht und Führung des IWF, der dann die Sonderziehungsrechte als Brücke für eben dieses neue monetäre System einsetzen soll. Wieder einmal können wir sehen, dass die Zerstörung des Alten, fast ausschließlich zum Nutzen der gleichen Gruppen erfolgt, die schon immer an der Spitze standen.

Die gesellschaftliche Einheit

Nicht nur in den USA stehen sich immer mehr Menschen unversöhnlich gegenüber. Sei es aus politischen, sozialen oder monetären Gründen und Ansichten. Auch in Europa findet eine klassische Spaltung der Gesellschaft statt. Galt es früher nur darum „Wahlen zu gewinnen“ und damit Einfluss und Macht mittels der Legislativen zu erhalten, ist das Ziel heute ein ganz anders. Per Ideologien werden politische Gegner zerstört und vernichtet. Sei es mit Hilfe von Lügen, Gewalt, falschen Anschuldigungen oder Gerüchten und dem klassischen „in eine Ecke stellen“. Und wir haben meiner Meinung nach hier bereits den Rubikon überschritten.

Der Grad des Fanatismus wurde dabei medial sehr geschickt befeuert, so dass es selbst bei uns zu einem „die gegen uns“ gekommen ist. Mit ausgefeilter Propaganda werden aber nicht nur Gesellschaften allein gespalten, sondern auch Länder gegeneinander ausgespielt.

Konservative Gedanken werden heute als schlecht und gar böse deklariert, weil sie die Gefahr in sich tragen, das eigentliche Ziel der Eliten verhindern zu können. Sie müssen auf dem Weg zu einem zentralisierten und totalitären Staatengebilde zwingend zu Fall gebracht werden. Ein Beibehalten von Werten wie Familie, Freiheit oder echter Individualität wäre für das Ziel der Eliten kontraproduktiv.

Immer dann, wenn eine Seite einen „Punkt der Nulltoleranz“ erreicht hat, steigt die Wahrscheinlichkeit von Unruhen. Haben aber beide Seiten diesen Punkt erreicht, dann ist der Bürgerkrieg die logische Folge (siehe auch hierzu die Warnungen der CIA vor Bürgerkriegen in Europa).

Natürlich sollte es keine „zwei Seiten“ geben, die mittels Hegelscher Dialektik gegeneinander ausgespielt werden können. Aber es gibt immer „Seiten“, immer „Gruppen“. Weil wir Individuen sind. Und doch können wir die Spaltung beenden und verhindern, wenn wir aufeinander zugehen, kommunizieren und uns austauschen. Das gilt auf zwischenmenschlicher Ebene wie auch auf Ebene von Staaten und Regierungen. All das, was die Eliten fürchten wie der Teufel das Weihwasser.

Conclusio

Wenn es etwas „Neuem“ bedarf, um unser gesellschaftliches Rahmenwerk wieder gemeinsam zu leben, dann müssen wir mit Veränderungen bei unserer inneren Einstellung beginnen. Wenn wir wollen, dass nicht die Eliten die vollständige Kontrolle über alles und jeden gewinnen, dann müssen wir der gesellschaftlichen Spaltung entgegentreten. Dabei dürfen die heute noch bestehenden Institutionen keine Rolle spielen. Das System ist nicht wichtig. Wir brauchen es nicht wirklich, um diese innere Veränderung zu erreichen.

Was wir wirklich brauchen ist Gewissen, Freiheit, Familie, Verantwortung, Selbstvertrauen und Integrität. Sie sind die Fundamente. Alles andere ist Fiktion. Eine Illusion eines Fundaments unter unseren Füssen, das uns jederzeit von Menschen weggezogen werden kann, die nur ihre Interessen sehen.

Quellen:
All The Old World Systems Are Being Deliberately Torn Down
Finanzsystem: Saudi-Arabien, seine Bedeutung für den Petrodollar und der „globale ökonomische Neuanfang“

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Kommentar

  1. Der enge Kreis der Mächtigen in der westlichen Welt dirigiert zwar außer der größten Wirtschaftsmacht unserer Zeit auch das militärische westliche Potenzial. Glücklicherweise können sie nicht allen wichtigen Ländern, besonders nicht mit China und Russland, rechnen. Auch haben sie nicht die Zuneigung wesentlicher Teile der Völker. All die Horrorszenarien die hier beschrieben sind, können daher eintreten, können im Einzelnen aber auch ausbleiben – oder vieles wird ganz anders!

    Wir Einzelnen haben zusammen auch Einfluss. Wir können es ablehnen, den Stuss in den Medien zu konsumieren. Wir können dazu übergehen, uns mit regionalen frischen Produkten zu ernähren. Allein damit ist schon viel geholfen!