in Gesellschaft

Der rechtsradikale Massenmörder Anders Breivik zeigte sich vor seinem Haftprüfungstermin in Oslo der Öffentlichkeit und den Medien. Im Gerichtssaal forderte er anschließend seine sofortige Freilassung.

Am 22. Juli 2011 hatte er in Oslo einen Bombenanschlag verübt, unmittelbar darauf hatte der Norweger sich auf die Insel Utøya begeben und dort zahlreiche Menschen, vor allem Jugendliche, erschossen. Insgesamt wird er für 77 Morde verantwortlich gemacht. Seit dem blutigen Geschehen befindet er sich in Untersuchungshaft. Mitte April soll der Prozess gegen ihn beginnen.

Breivik bei der Anhörung: „Ich akzeptiere meine Inhaftierung nicht, ich fordere, umgehend freigelassen zu werden.“ Seine Taten bezeichnete er als „vorbeugende Anschläge gegen Staatsverräter“. Breivik hatte vor dem Haftprüfungstermin sein Einverständnis zu Fotoaufnahmen und TV-Bildern gegeben.

Gegenüber der Haftrichterin behauptete er in Anwesenheit von knapp 100 Angehörigen von Opfern und Überlebenden, Norwegen in Notwehr vor einer ethnischen Säuberung bewahrt zu haben. Zwei Gutachten, in denen er als nicht zurechnungsfähig bezeichnet wird, bezeichnete er als lächerlich. Verteidiger Geir Lippestad stellte das Heben der gefesselten Hände seines Mandanten als Versuch eines rechtsradikalen Grußes dar. Für die norwegische Bevölkerung sind die Taten des Mannes weiter unfassbar. Breivik wird wohl weiter die U-Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis nahe Oslo verbringen, die Entscheidung zum Haftprüfungstermin steht noch aus. (de.wikinews.org)

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