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Ungeachtet der historischen Erfahrung, dass Schuldgeldsysteme dazu neigen ein Verfallsdatum zu haben, dreht sich der öffentliche Streit der Ökonomen um Konstruktionsfehler anderer Art. Für das Ringen um kurzfristige Therapien mag dieser Streit trotzdem sinnvoll sein.

Im konkreten Fall der sogenannten Eurokrise gibt es zwei erwähnenswerte Positionen, die auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen, bei genauerer Betrachtung aber sich theoretisch ergänzende Lösungsansätze beschreiben. Das ist zum einen die Sichtweise von Hans-Werner Sinn, der die Ursachen der aktuellen Krise in der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der Defizitländer und der Mechanik des EZB-Systems, insbesondere der sogenannten TARGET-Salden sieht. Zum anderen ist es die Position von Heiner Flassbeck, der das sich abzeichnende Scheitern der Einheitswährung mit der Vertragsuntreue der Mitgliedsländer, eine gemeinsame Inflationsrate zu halten, begründet. Werfen wir also einen genaueren Blick auf diese Positionen:

Für Sinn liegt der Anfang der Krise in der Zinskonvergenz von Staatsanleihen kurz nach der Ankündigung der Festlegung der Wechselkurse der Währungen der Mitgliedsländer 1998. Die Zinsen konvergierten für traditionell inflationäre Währungen wie die Lire oder die Drachme auf einmalig niegrigem Niveau. Offensichtlich erwartete der Markt, dass die Länder mit den starken, d.h. kaufkraftstabilen Währungen, für die schwachen Länder in einem gemeinsamen Euro im Notfall einstehen würden. Die niedrigen Zinsen befeuerten eine Ausweitung der Staatsverschuldung der Länder mit schwacher Währung, schon bevor der Euro dann im Jahr 2002 offiziell eingefürt wurde. Im Gleichlauf mit der wachsenden Neuverschuldung stiegen Löhne und Außenhandelsdefizite dieser Staaten. Die Defizite bescherten den starken Länder (wie Deutschland) entsprechende Handelsüberschüsse, die aber eben auf Pump und nicht durch Gegenleistung finanziert wurden. Die steigenden Löhne und die schuldenfinanzierten Importe zerstörten in Folge die Wettbewerbsfähigkeit und die wirtschaftliche Grundlage der schwachen Länder. Ein Ausgleich über eine entsprechende Abwertung der Währung ist im Euro nicht mehr möglich.

Über die Konstruktion des EZB-Systems wurden die auflaufenden Auslandsforderungen der Überschussländer anonymisiert, sodass heute z.B. Deutschland keine direkten Forderungen an Italien oder Griechenlang hat, sondern nur Forderungen an das EZB-System in Summe. Dies drückt sich in den sogenannten TARGET-Salden aus, und wenn der Euro zerbricht, dann sind diese Forderungen gegenstandslos. Nach aktuellem Stand sind das 226 Milliarden Euro (Quelle: ifo Institut).

Fazit Sinn: Die Defizitländer sind in die Verschuldungsfalle gegangen und haben über schuldenfinanzierte Lohnerhöhungen über die eigene Produktivität hinaus ihre Wettwewerbsfähigkeit und ihre eigene wirtschaftliche Grunglage verloren. Die notwendigen Lohnanpassungen im Eurosystem sind unzumutbar und würden die Kaufkraft derart schwächen, dass auch die verbliebene Binnenwirtschaft kollabierte und diese Länder vollends in die Armut stürzen würden. Einzige Chance zum Neuanfang: Rückkehr zur eigenen Währung.

Im Zusammenhang mit Sinns Position wird oft behauptet, dass der Konstruktionsfehler des Euro darin lag, Länder mit sehr unterschiedlicher Produktivität unter ein Währungsdach zusammen zu bringen, weil so der Ausgleich über die Wechselkursbildung am Devisenmarkt abgeschafft wurde. Das ist ökonomisch erstmal plausibel, aber wenn wir uns die Argumentation von Heiner Flassbeck anhören, dann ist es nur ein Teil der Erklärung. Flassbeck erinnert daran, dass neben den geläufigen Konvergenzkriterien für den Euro (z.B. ähnliche Produktivität) die wesentliche Größe für das Funktionieren der Einheitswährung eine einheitliche Inflationsrate war und ist. Der Faktor für die Inflation schlechthin sind die Einkommen in einer Volkswirtschaft im Verhältnis zu ihrer Produktivität. Steigen die Einkommen entsprechend der Produktivität, dann ist die Inflation null. Weil im Zweifel eine leichte Inflation einer Deflation aus ökonomischer Sicht bevorzugt wird, war eines der Bedingungen der Währungsunion die Einhaltung einer geringen Inflation von 2% pro Jahr.

Wie sehen die Zahlen seit Einführung des Euro hier aus? Erstaunlicherweise ist in dieser Hinsicht Frankreich der Musterschüler im Euro. Frankreichs Inflationsrate ist seit Euroeinführung ziemlich genau bei 2%. Weniger überraschend die Tatsache, dass die Defizitländer Südeuropas über dieser Ziellinie liegen. Die größte Überraschung aber ist Deutschland. Die Lohnzurückhaltung der vergangenen Jahre in Deutschland hat die offizielle Inflation im Lande deutlich unter die vereinbarte 2%-Linie gedrückt und so (vertragswidrig) die Wettbewerbsfähigkeit mit Hilfe der niedrigen Lohnkosten gesteigert (und nicht nur über die viel zitierte Qualität der Produkte). Für ein Funktionieren des Euro hätten also sowohl die Defizitländer über Lohnzurückhaltung als auch die Überschussländer über Lohnsteigerungen ihren Beitrag leisten müssen. Ich befürchte, dass es für eine Konvergenz jetzt zu spät ist. Weder ist es zumutbar, dass die Griechen ihre Löhne um 30 – 40% senken, noch ist zu erwarten, dass in Deutschland die Löhne um 20% steigen und dass die deutsche Exportwirtschaft (hier sollte man auch mal untersuchen, wer die Eigentümer dieser Unternehmen sind) so einen Teil ihrer Exportstärke gegenüber den anderen Euroländern aufgeben wird.

So lässt sich abschließend feststellen, dass sowohl Sinn als auch Flassbeck in ihrer Analyse richtig liegen und sich nicht widersprechen. Die Volkswirtschaftslehre geht aber von einer Voraussetzung aus, die so nicht gegeben ist: nämlich dass die wirtschaftlichen Akteure und vor Allem die Großeigentümer des Produktivkapitals sich über nationale d.h. volkswirtschaftliche Kategorien definieren. Ihr Selbstverständnis ist eher das einer internationalen oder globalen Elite, die über den Nationalstaaten steht. Das wusste übrigens schon der alte Marx.

 

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Dein Kommentar

Kommentar

30 Kommentare

  1. Die Eurokrise ist eine Dollarkrise, denn der Euro ist etwa zu 80 Prozent dollarbasiert. Die privaten Rothschild-Zentralbanken, die niemandem rechenschaftspflichtig sind, höchsten der BIZ, die rechtlich exterritorial in der Schweiz sitzt, deren Angestellte rechtlich immun sind, auch nach deren Ausscheiden aus der BIZ, produzieren Geld aus dem Nichts und „leihen“ es gegen 8,5 Prozent Zinsen an die „Staaten“ und lassen die Zinsen und den Zinseszins auflaufen. Die Wirkung ist auf längere Zeit verheerend. Auf das Bruttosozialprodukt der Erde von rund 80 Billionen Dollar, sind im Augenblick Zinsen von ca. 300 – 500 Billionen zu zahlen. Das ist das Problem. Die Plünderung der Welt durch private Zentralbanken ist in wessem Interesse?

    • Das mit den Rothschild Banken ist mir zu einfach, auch das immer nur „die Unternehmen“ und die NWO bestehend aus Bankstern und irgend welchen geheimen Bünden an allem Schuld sind, glaube ich nicht.
      Tatsache ist doch, das Politiker, ohne große wirtschaftliche Bildung glauben, mit der Festlegung von zB 2% auf einem Stück Papier ist die Welt verpflichtet sich an alles zu halten. Tut Sie nicht. Mit jedem Gesetz was sie erlassen, um irgend welche wirtschaftlichen Mechanismen zu ändern, werden sie scheitern und machen es noch schlimmer. Die Probleme des Euro und des Dollar lassen sich auf breiter Front als Staatsprobleme und Überschuldung zurückführen. Politiker versprechen den Menschen alles, aber können das nur durch Schulden finanzieren.

      • Das Zentralbankensystem wurde über die FED auf die Welt ausgerollt. Es gibt verschiedene Typen von Zentralbanken, die alle in Abhängigkeit von der Geldschöpfung aus dem Nichts laufen und mit der Gewalt des „braven Soldaten 555“ diese Art des Bankensystems über die Welt ausgebreitet haben. Die letzten Staaten die mit dieser Art von Zentralbanken gleichgeschaltet wurden, waren Afghanistan, Lybien und Syrien. Damit soll der Begriff Rothschild-Zentralbanken, die der BIZ unterstellt wurden, eine Art Warenkategorie beschreiben, die für ein einheitliches Plünderungssystem der Welt steht.

        • OK, somit verstehe ich die Formulierung. Aber den Staaten hilft es ja auch nur bedingt. Den letzten Endes benötigen die Staaten eine funktionierende Wirtschaft, damit Steuern etc. in das Staatssäckel fließen können. Sollte die gesamte Weltordnung zusammenbrechen nützt dieses System nichts, da keine Waren, keine Konsumenten und somit kein Staatswesen möglich wäre. Vom Prinzip würde es ein zweites Mittelalter geben. Natürlich lässt sich mit diesem System Schindluder betreiben, aber die eigentliche Funktion/den Ablauf, kann man damit nicht überlisten. Ich weiß nicht wie ich es gescheit umschreiben soll…

      • Menschen können nur konumieren, was andere Menschen vorher produziert haben, und dazu braucht man nunmal Geld. Damit es überhaupt in Umlauf kommt, muss irgendwer Schulden aufnehmen.

        Alles Geld im Umlauf sind irgend jemandes Schulden.

        Pfiffig sind wieder mal die Isländer
        http://www.forexminute.com/litecoin/auroracoin-vs-icelandic-government-24942

        Keine Bank, kein Konto, alles vom eigenen wallet aus. Jede Region könnte sowas machen, die Isländer sind auch nur 300.000.

    • @Drusius
      das stimmt so natürlich nicht, Erstens ist die Bankenmafia und die Politmafia direkt voneinander Abhängig, Zweitens machen die Gesamtschlden der Erde etwa 200 Billionen$ und die Zinsen sind zum Teil real negativ, 10 Jährige Obligationen werden in den USA nominal 2.13% verzinst und in Deutschland 0.45%, vom 300 Billionen Zinsen kann also keine Rede sein, das Problem sind nicht die Zinsen an sich, sondern ihre Manipulation und die uferlose Ausweitung der Geldmengen, die ungedeckten Währungen.

  2. Aktuellster Stand von der Seite der Buba

    Forderungen der Bundesbank aus TARGET2:
    Betrag: 531.700.656.340,22 Euro
    (Stand: 31. März 2015)

    Also etwa das doppelte wie angegeben.

    Die Deutschen lassen sich den Weltmeistertitel halt was kosten.

    • @Stan
      Fragen Sie doch einfach mal bei der Bundesbank nach.
      Aber geschlossene Weltbilder will man nicht ändern, ich kenne das aus eigener Geschichte.

      • @Drusius
        machen Sie sich nicht lächerlich, BIS ist die Zentralbank der Zentralbanken und ihre Angaben sind mindestens so gut wie die der Bundesbank, das Gleiche die Daten der Fed,zumindest was die Höhe der Derivate und Schulden angeht.etwas anderes ist die Qualität der Schulden und die Bewertung der Portfolios, da schummeln alle. Egal wie man es nimmt, wenn man den Staatsschulden noch die privaten dazurechnet,haben viele Staaten Schulden 300-450% zu BIP , kommt man maximal auf 400-500 Billionen weltweit,plus die 750 Bill. Derivate, die sich aber zum Grossteil ausgleichen. Also weit weg von Ihren lächerlichen 3 Billiarden
        http://research.stlouisfed.org/fred2/graph/?id=TCMDO
        http://research.stlouisfed.org/fred2/series/CMDEBT

        • @ Stan
          Sie langweilen mich :

          Die Schätzungen zum Nominalwert des weltweiten Derivatemarkts reichen von USD 600 Billionen bis zu USD 1,5 Billiarden. Zur Erinnerung: Das jährliche weltweite Bruttosozialprodukt liegt irgendwo im Bereich von USD 65 Billionen.
          http://www.propagandafront.de/187570/usd-14-billiarden-derivate-monster-nicht-beherrschbar.html

          Rechnen Sie die Geldschöpfung der USA (M3) in den letzten 50 Jahren und berechnen Sie den Zinseszins darauf (bei Shadow stats noch zu finden).
          Die Kredite wurden noch nie zurückgezahlt, sonst gäbe es kein Geld mehr. Das wiederholen Sie für die anderen Länder der Erde mit Zinseszinssystem. Das Zinseszinssystem ist immrt ein wenig problematisch. Es ist eine Exponentialf

  3. Wenn zwei links in einem Beitrag sind, wird es nicht gleich freigeschaltet.
    Manchmal verschwinden die Beiträge auch im Nirvana, glaube aber nicht, dass das was mit dem Inhalt zu tun hat.

  4. „Dabei ist die Bilanzsumme eine der banalsten Kennziffern des Bankgeschäfts. Sie fasst alle Vermögenswerte des Instituts zusammen, von Kreditforderungen über Wertpapierbestände bis hin zum Bargeld in der Kasse am Schalter. Deshalb ist und bleibt sie wichtigster Maßstab für die Größe einer Bank.“

    http://de.statista.com/statistik/daten/studie/164396/umfrage/top-25-banken-weltweit-nach-der-bilanzsumme/

    Unsere „Schulden“ sind deren Vermögen.
    Es ist hinterfotzig, gemein, aber man muss doch staunen, dass das klappt. Mit bedruckten Papierzetteln, die nix wert sind, halten sie die Welt in Schach. Irgendwie ist es schon genial, muss ma ihnen lassen.