in Europa

Die Ukraine feiert das Jubiläum ihrer staatlichen Unabhängigkeit. Ganz unpassend: Dabei marschierten NATO-Soldaten mit durch die Hauptstadt.

Zum 26. mal jährt sich die offizielle Unabhängigkeit der postsowjetischen Ukraine. Der Präsident hatte zu einer großen Parade im Herzen der Hauptstadt geladen. Über 4.000 Soldaten und Nationalgardisten marschierten im Gleichschritt zum Maidan-Platz, dem Ort, an dem 2013 die anti-russische Revolution ausbrach. Präsentiert wurden Panzer, Haubitzen, und sonstiges, hochaufgerüstetes Militärgerät.

Doch der Tag der Unabhängigkeit wurde nicht in Autonomie begangen. An der Parade nahmen Soldaten aus mehreren NATO-Staaten teil; darunter die USA, Kanada, Georgien, Rumänien, Litauen, Estland, Lettland, Polen und Großbritannien. Sogar James Mattis, der neue Verteidigungsminister der USA beteiligte sich in den Zuschauerrängen.

Der Präsident gab sich optimistisch und kämpferisch. „In unserem 26. Jahr sind wir aus dem Schockzustand herausgekommen, dem Schmerz und den Strapazen, die der ukrainischen Wirtschaft von der russischen Aggression zugefügt worden sind. Nun gibt es wieder Wirtschaftswachstum und positive Prognosen. Nun müssen wir stark sein, brauchen eine starke Armee.“ Zehntausend Ukrainer seien infolge der militärischen Aggression im Donbass ums Leben gekommen. Wir werden nicht vergessen und nicht verzeihen. Unsere Straße ist die breite euroatlantische Autobahn.“

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11 Kommentare

  1. Grotesk, wie die faschistische Junta in Kiew bemüht ist, in den Kreis der transatlantischen Vasallen aufgenommen zu werden. Letztlich jedoch werden die harten Fakten das weitere Geschehen bestimmen und die deuten auf eine weitere Desintegration der Restukraine hin. Den leidgeprüften Menschen dort ist nur zu wünschen, dass sie sich des Regimes entledigen und zu Verhandlungen mit den abtrünnigen Donbass-Regionen zurückkehren. Diese hätten durchaus das Potential, eines Tages eine prosperierende Brücke zwischen zwei Wirtschaftsblöcken zu werden, im Handels- und Kulturaustausch zwischen Ost und West.

  2. Mit dem Bandera-Gruß „Slawa Ukraini“ beglückwünschte Gabriel die UA-Regierung zum Unabhängigkeitstag. Diese wirklichen nationalistischen Verehrer Banderas, die zu Lebzeiten zusammen mit Hitler kämpften, Hunderttausende Polen, Juden und Russen abschlachteten und sich heute „Rechter Sektor“ nennt, sind die radikalen Gruppen, die seinerzeit auf dem Maidan das Blutbad anrichtete und und und. Die 1943 neuaufgestellte ukrainische Waffen-SS Division Galizien benutzte diesen Gruß ebenfalls. Tja, da hat wohl der Fettleibige von der Gesinnung seines Vaters mehr geerbt als er uns glauben machen will. Außenminister Gabriel, Geschmack, Taktgefühl, diplomatisches Geschick, Fehlanzeige aber unermüdlich weiter im Kampf gegen Rääächtsch, immer nach dem Motto; wer Nazi ist bestimme ich…
    „Als ich 10 Jahre alt war, wollte mich eine Lehrerin zur Sonderschule schicken, weil ich angeblich zu dumm war und zu viel Ärger machte.“…aus Sigis Lebenslauf

  3. Die Namen und Ideologieen ändern sich , die Konzepte der imperialistischen Macht bleiben gleich :
    Ukraine , der Lebensraum im Osten und der Krieg gegen Russland .

  4. Da lese ich einige Staaten die da mitmarschieren. Dazu gibt es schon was zu sagen.
    Da sind so rein zufällig die größten Nettoempfänger der EU dabei.
    Nix gscheits zum Fressen, ein Lohnniveau zum Fürchten, ein Sozialstaat unter jeder Sau, aber bei der NATO sein.
    Das Geld für die NATO Mitgliedschaft gehört ihnen bei den EU Förderungen abgezogen.
    Wenn sie in einem aggressiven Luxusklub sein wollen, bitte sehr, aber auf eigene Rechnung.

  5. Deutschland, der größte Nettozahler der EU marschiert mit. Die Unterwürfigkeit gegenüber den USA dürfte wohl mittlerweile jedem bekannt sein. Die restlichen “ich marschiere mal mit“ Länder machen sich durch Rüstungsbeihilfen und zusätzlicher Wirtschaftshilfe der USA abhängig. Da die meisten in den erwähnten Ländern zudem noch korrupt bis zu den Haarwurzeln sind, stellt sich somit die Frage des nicht Mitlaufen’s, nicht.