in Europa

Ganz nebenbei haben die Finanzminister der Eurozone zwei neue Hilfstranchen in Milliardenhöhe für Griechenland beschlossen. Zufällig dann, als die USA wegen ihres neuen griechischen Pipeline-Projekts Sorge um die Stabilität des griechischen Haushalts äußerten.

Insgesamt sieben Stunden hatten die Euro-Finanzminister in der Nacht zum Mittwoch beraten. Anlass war, wie so oft, der griechische Staatshaushalt, der immer noch nicht eigenständig funktioniert. Am Ende der Sitzung wurden zwei Hilfspakete in der Höhe von insgesamt 10,3 Milliarden Euro abgenickt, die bis September ausgezahlt werden sollen. Die Öffentlichkeit nimmt kaum Kenntnis.

Der Grund für die schnelle Hilfe ist unter anderem in den USA zu suchen. Diese haben ein großes Interesse an dem Verbleib des Landes in der Eurozone. Und besonders jetzt ist man in Washington besonders interessiert an einen aufgefüllten griechischen Staatshaushalt. Immerhin hat vor wenigen Wochen Griechenland mit dem Bau einer 550 km langen Pipeline begonnen. Diese soll einen Abschnitt der Transadriatischen Pipeline (TAP) bilden.

DWN“ berichtet: „Die TAP und die TANAP sind aus US-amerikanischer Sicht zwei energiepolitisch wichtige Projekte, die zuvor in direkter Konkurrenz zur russischen Pipeline Turkish Stream standen. Seit dem Abbruch des Baus von Turkish Stream bleibt das US-Projekt als einzige Alternative für die Gasversorgung Europas entlang des südlichen Korridors übrig. Damit erhalten die USA die Möglichkeit, die faktische Monopolstellung Russlands bei der Gasversorgung Europas zu brechen.“

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Kommentar

  1. Soweit mir bekannt werden dieses und nächstes Jahr hauptsächlich Rückzahlungen an den IWF fällig.
    90 Mrd. der „Griechenrettung“ waren reine Zinszahlungen + Bankenrettung. Nix, was die Griechen verfressen hätten.
    Ich kann den ganzen Blödsinn echt nimmer hören.

    • Genau so geht der Plan – so macht man Staaten zum Untertan, – erst hilft man und dann macht man abhängig ! Und wollte jetzt Griechenland aus der EU-Knechtschaft ausscheren, wird es entweder wirtschaftlich o. militärisch eines Besseren belehrt.
      Wenn uns erst Ceta und TTIP ereilt hat, werden auch wir erst arm und dann abhängig ! Untertan sind wir ja schon, aber unsere Wirtschaft lässt uns nicht arm werden, deshalb muss die Wirtschaft in US-Hand. Solange DE über eigene Mittel verfügt, ist es gefährlich. Das kennen alle aus ihrem eigenen Alltag: nur wer eigenes Geld hat, ist auch unabhängig. Ein finanziell unabhängiges DE, ist den USA ein Dorn im Auge. TTIP ist demnach kein Freihandelsabkommen, sondern folgerichtig eine Kapitulation !

      • Da wird aber noch viel lustiges ausapern, weil diese Verträge nur legitimieren sollen, was es eh schon die ganze Zeit gibt, dass Staaten im Handels- und Seerecht organisiert sind, und die juristische Person deren Geburtsurkunde ein asset zur Schuldentilgung darstellt, den Menschenrechten widerspricht und man gegenüber als Handelsorganisationen eingetragenen Firmen keinerlei Verpflichtungen hat – man muss nur kündigen. :-)

  2. Natürlich fordern das die imperialistischen USA. Die US Banken sind ja auch mit die gößten Kreditgeber der Griechen gewesen mit Zinssätzen jenseits von gut und böse… Da sind die Hilfsgelder echt super angelegt :S

  3. Ich weigere mich, die paar Milliarden als Hilfsgelder zu bezeichnen. Hilfebedürftig sind doch eigentlich die ehrenwerten Herren Finanzminister, die nicht nur Griechland, sondern alsbald ganz Europa ruiniert haben werden! Die Wahrheit ist, der Euro ist für Frankreich, für Italien, Spanien, Slowenien, Tscheschien, Slowakei, Belgien und Griechenland die falsche, weil zu starke Währung! Man muß sich das auf der Zunge zergehen lassen, die Mehrheit der EU-Europäer lebt mit der falschen Währung! Die paar Milliarden sind das Gift, das den griechischen Tod noch verlängern wird! Die lieben Amerikaner sind doch nicht an Griechenland interessiert, sondern nur daran Russlands Energieexportwege zu schwächen! Altes, bekanntes, dreckiges US-Spiel!

    • Das war so gewollt, Robert Mundell, der „Erfinder“ des €, hat das auch vorhergesehen. Ohne die Möglichkeit abzuwerten müssen die Löhne runter, Sozialleistungen gestrichen werden, und die Arbeitslosen sollten dahin, wos vielleicht noch was zu holen gibt – und so dort die Löhne drücken. Das verlangt die globale Wettbewerbsfähigkeit.
      Ich glaube aber nicht, dass diese kaputten Typen ihre feuchten Träume umsetzen können.