in Europa

Mit Mazedonien befindet sich ein weiteres südosteuropäisches Land auf der Balkanhalbinsel im Umbruch und das Krisenmanagement der amtierenden Regierung, sowie andere Umstände sind deutliche Warnzeichen für einen herbeigeführten Umsturz ganz nach dem Vorbild in der Ukraine.

Das vertraute Spiel wird den politisch aufgeklärten Leser wenig überraschen, genauso wenig wie die üblichen „Verdächtigen“, die im Tumult rund um den amtierenden Präsidenten Gjorge Iwanow vorzufinden sind. Das Land wird in einen Strudel aus „Schachbrettpolitik“, globalen Interessen und dem Einfluss der US-Aussendoktrin hineinmanövriert, von dem es sich möglicherweise nur schwer erholen wird.

Wie bei vielen anderen Orten des momentanen weltpolitischen Chaos findet man auch in Mazedonien die Spuren von George Soros‘ „Open Society Foundations“ und der USAID (United States Agency for International Development – unabhängige Behörde für internationale Entwicklung). Wie in der Ukraine, Georgien und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken arbeiten die Organisationen Hand in Hand, wenn es um die Bereitstellung und den Einsatz von hohen Geldbeträgen, zur Rekrutierung einer neuen politischen Führung ganz in ihrem Interesse geht. Unter stetiger Hilfe von Soros‘ „Open Society“ innerhalb des „Projektes für Zivilgesellschaften“ fließen Fördergelder der USAID und auch der Europäischen Union nach Mazedonien, schaffen Hochschulstipendien und sichern sich den Rückhalt besonders in den jungen Bevölkerungsschichten.

Die gesellschaftliche Manipulation der Völker und deren Destabilisierung ist gängige Praxis der von Soros installierten NGOs und verursacht am Beispiel Mazedoniens, dass Präsident Iwanow verzweifelt Hilfe in Russland sucht. Das führt zu gewollten Verwirrungen im eigenen Land. Die Europäische Union hat im Angesicht der aktuellen Situation ebenfalls die Zeichen der Zeit erkannt, schließlich werden im Zuge der Flüchtlingskrise Verbündete gesucht und Mazedonien ist wesentlicher Bestandteil bezüglich der kontrollierten Schließung der Balkanroute.

So ist es auch nur konsequente Schlussfolgerung, dass die Europäische Kommission entsprechende finanzielle Hilfen bereitstellt und Kooperationen für Förderungen mit nicht weniger als 84 in Mazedonien operierenden Organisationen durchführt. Einige grundlegende Projekte bestehen hierbei allerdings schon seit Jahren im Bereich der erweiterten Aufnahmeverhandlungen der Europäischen Union.

Eine bilaterale Entwicklungszusammenarbeit begann bereits 1992 kurz nach der Unabhängigkeit Mazedoniens. Die Bundesrepublik ist hierbei zweitgrößter bilateraler Geber und betreibt fördernde Zusammenarbeit zum Beispiel im Rahmen der GIZ GmbH (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit), der KfW Entwicklungsbank und dem Goethe-Institut (Verbindungsbüro Skopje).

Einer der führende Köpfe in Soros „Foundation Open Society Macedonia (FOSM) ist Vorstandsmitglied Ramadan Ramadani. Er steht in vorderster Reihe einer neuen mazedonischen Bewegung, die mit einer großen Anzahl weiterer Organisationen den Umbruch herbeiführen soll. Involviert sind neben den größten Kräften, bestehend aus USAID, EU und der George Soros Open Society Foundation die „SDC“ (Swiss Agency for Development and Cooperation, die „Pestalozzi Children‘s Foundation“ (Schweiz), der „Roma-Education Fund“ (Ungarn) und das „Institute for European Politics“ (IPE -Berlin). Ein vielschichtiges Finanzierungsnetzwerk mit den üblichen von George Soros begründeten Strukturen im osteuropäischen Raum.

Anders als bei den bisherigen strategischen Planungen der NGOs und den üblichen Verbindungen von Soros und USAID bietet das „Mazedonien-Kontingent“ ein wenig mehr Transparenz, was zum Teil sicher unbeabsichtigt war, zum anderen auch sprachbarrierlichen Problemen geschuldet sein mag. Die grundlegenden Einflusssektoren werden von der „Foundation Open Society Macedonia“ klar abgegrenzt und bestehen aus den Bereichen: Bildung, Information, Öffentliches Gesundheitswesen, Medien, Reform der Öffentlichen Verwaltung, Gesetzgebung, dem „East to East Program: Cross Border Partnerships“, dem Programm der Zivilgesellschaft und dem regionalen Forschungs-Förderungsprogramm (RRPP).

Im Bereich der Sektion „Medien“ wurden von der FOSM klare Richtlinien formuliert: Die Debatte auf EU-relevante Themen erhöhen und zur Förderung von EU-Werten beitragen. Sicherstellung der EU-relevanten Berichterstattung. Wahlen. Namensdebatte mit Griechenland. Anstreben der NATO-Mitgliedschaft. Entwicklung des ausreichenden gesetzlichen Rahmens für die Medien, sowie diesbezüglicher Befürwortung und Durchführung nach internationalen Standards, einschließlich des Operierens entsprechender Regulierungsbehörden.

Struktur, Einfluss und Stärke der von Soros und den USA betriebenen Organisationen und politisch, strategisch eingesetzten „Hebelwirkungen“ unter dem Deckmantel der Philanthropie und des Altruismus, sind wieder einmal extrem skrupellos, lassen jede Form von wirklich freier Demokratie in der Region ersticken und steuern auf eine breitere Verschwörung zu. US-Hegemonie und Herrschaftsanspruch nichtstaatlicher Organisationen treiben ein schmutziges Spiel vor dem man die mazedonische Bevölkerung nur warnen kann.

Quellen: The European Commission, USAID, Foundation Open Society Macedonia, Open Society Foundation, SDC, GIZ, Institut für Europäische Politik Berlin, RRPP, n-tv, APA-OTS (Österreich), SPÖ-Pressedienst, Zeit-online, Phil Butler (aus dem Englischen, Neo.org)

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Das läuft doch ganz nach dem 5 Phasen-Muster. Frage ist nur, sind wir dort schon in Phase 3 ?
    Vielleicht gibt George Soros mal ein Interview, er könnte es uns bestimmt sagen.

  2. Da sind schon mehr als eindeutige Zeichen.
    Jeder souveräne Staat, der sich weigert sich der EU oder USA mit Knebelverträgen zu unterwerfen oder sich noch erlaubt eine eigene Meinung zu haben, wird destabilisiert oder geputscht.

  3. Also ich bin ja sonst auch sehr schnell dabei über den bösen Westen zu schimpfen und er ist in der Tat sehr oft sehr böse, aber auf Mazedonien passt das kein Stück. Die Regierung besteht aus grenzdebilen Kriminellen und autoritären Gestalten, die ganz sicher nicht das „Wohl“ ihres Wahlvolkes anpeilen. Leider ist die Opposition vermutlich nicht viel besser. Aber dass die jetzige Regierung eine Schande ist, daran dürfte für jeden aufgeklärten Bürger kein Zweifel bestehen.

    Daran ändert euer Phasen-Geschwafel nun wirklich nix…

  4. Im Übrigen müsste jeder, der sich für Freiheit, für die Schwachen und für Demokratie einsetzt, gegen die jetzige Regierung sein. In dem Land wird niemand etwas, der die Regierung nicht unterstützt. Man fühlt sich wie in Deutschland 33-45. Wer kann solche Zustände unterstützen wollen??????

    Mich schockiert der Artikel total. Ich hoffe nämlich, dass ich nicht auch so wenig Ahnung habe wie der Autor über Mazedonien, wenn ich über die Ukraine, Syrien, Israel, etc etc rumquatsche. Ich fürchte schon! Ich komme ursprünglich aus Skopje und habe noch sehr gute Kontakte dorthin. Und sowohl Regierung als auch Opposition sind mir gleich nah und fern.

    • „Man fühlt sich wie in Deutschland 33-45.“

      Sie müssen schon ganz schön alt sein Herr Skopjanec!
      Ihren Familiennamen nach, müssten Sie sich doch viel besser an die Politik des „Marschalls Tito“ erinnert fühlen oder an dass, was im „Bruderland DDR“ geschah.

      Dennoch haben Sie recht, mich störte nur, dass sich „alle“ auf die elenden 12 Jahre in Deutschland berufen. Ich bin nicht mit brennender Fackel 1933 als SA-Mann durch das Brandenburger Tor marschiert noch habe ich 1941 als SS-Mann in Auschwitz Juden ermordet – aber ich habe in der DDR leben müssen, einige Zeit davon im Gefängnis. Noch etwas: Wenn Sie die Intoleranz, das Anti-nationale und die Blindheit im heutigen Deutschland erleben, ist die Volksrepublik Jugoslawien ein…

  5. @Staufenberg
    Skopjanec bedeutet Skopjaner. Ich komme nämlich aus Skopje.

    Ich wollte einen Vergleich zu einem faschistischen System ziehen. 33-45 muss ich dazu nicht selbst miterlebt haben, um mir das bedrückende Gefühl einigermaßen vorstellen zu können.

    Der Vergleich zu den Nazis passt aus verschiedenen Gründen besser als zu Titos Jugoslawien. Das war übrigens auch keineswegs mit der DDR zu vergleichen. Aber das ist jetzt auch nicht das Thema!