in Europa

Erst funktioniert er das Europaparlament in eine Kathedrale für Altkanzler Kohl um. Dann beschimpft er die EU-Abgeordneten – sie seien “lächerlich”. Doch dieses Urteil fällt auf Kommissionschef Juncker zurück.

“Das Europaparlament ist lächerlich, sehr lächerlich”, sagte Juncker, nachdem nur wenige MEP zur Debatte über die abgelaufene EU-Präsidentschaft Maltas gekommen waren.

Wenn es nach Juncker gegangen wäre, hätte der Saal wohl voll sein müssen. Die Abgeordneten sollten Maltas Regierungschef Muscat lauschen, verlangt der Luxemburger.

Dabei gibt es viele gute Gründe, genau das nicht zu tun. Denn Muscat steckt knietief im Panama-Skandal um Steuerflucht und Briefkastenfirmen. Er hat Fortschritte im Kampf um Steuergerechtigkeit verhindert.

Und Junckers Kommission hat beide Augen zugedrückt. Statt ihre Arbeit zu tun, berief sie eine Trauerfeier in den Plenarsaal in Straßburg ein. Da immerhin war der Saal voll.

Was will Juncker noch? Dass die Abgeordneten “Halleluja” singen? Dass sie auch kleinen, korrupten Staaten wie Malta oder Luxemburg huldigen? Mit Verlaub, das ist lächerlich.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. Ja, der Herr Juncker, der Demokratieerklärer.
    Soll er doch froh sein, daß 70 von 500 da waren, die sowieso nichts zu sagen haben.
    Im Bundestag sitzen manchmal nicht mal 30 Abgeordnete um Gesetze zu verabschieden.
    Aber eines haben die beiden Parlamente gemeinsam, wenn Irrsinnsveranstaltungen angesagt sind, dann ist die Bude voll, wie eben bei der Leichenfledderei von Kohl und der Ehe für alle, was aber wiederum auch gelogen ist, denn die grünen Kinderficker dürfen ihre Angebeteten nicht heiraten. Und ob ein Standesbeamter einen Sodomisten sein Schaf antraut, ist wohl auch nicht glaubhaft.
    Ah, halt, noch eines haben die beiden Parlamente gemeinsam, sie haben kein Staatsvolk.
    Olaf Opelt
    Bundvfd.de