in Europa

Viele Regierungen der Europäischen Union haben ein Abkommen unterzeichnet, in dem sie sich zu gemeinsamen militärischen Projekten und einer Erhöhung der Militärausgaben verpflichten, mit dem Ziel einer verstärkten Integration der unionsweiten militärischen Kräfte.

Von Jason Ditz – 23 Länder haben das Abkommen unterzeichnet, während Dänemark, Portugal, Irland und Malta außerhalb des Pakts bleiben werden. Auch Großbritannien, das sich im Rückzug aus der EU befindet, wird nicht einbezogen.

In der Tat dürfte der Brexit einen großen Anteil daran ausmachen, dass das, was schon seit langem von Frankreich und Deutschland als Möglichkeit zur Verteilung der Kosten für die Waffenentwicklung auf kleinere EU-Länder gefordert wird, endlich durchgesetzt wurde, da das Vereinigte Königreich sich lange Zeit dagegen gewehrt hatte.

Es wird erwartet, dass dies den EU-weiten Streitkräften letztendlich die Kapazität für Auslandsoperationen verleiht. In der Praxis wird es wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass die Bürokratie Geld ausgibt und Militärstreitkräfte in unüberlegte Auslandseinsätze wirft.

Es überrascht nicht, dass die Vereinigten Staaten von Amerika dieses Projekt wie alles andere, was eine beträchtliche Erhöhung der Militärausgaben überall im Westen mit sich bringt, unterstützen.

Quelle: news.antiwar.com – Übersetzung: Klaus Madersbacher

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Kommentar

  1. Wäre man zynisch, so müsste man jetzt sagen „Gratuliere“ – eine neue Kolonialmacht ist geboren. Sie wird die Interessen der Finanzglobalisten, allen voran die Sicherung von Ressourcen in Übersee, tatkräftig durchsetzen. Private Söldnerunternehmen haben sich schließlich als unzureichend erwiesen, wie wir im Irak sehen. Dies ist wohl unter „neuen militärischen Projekten“ zu verstehen. Die europäische Jugend wird sich wohl bereitwillig für Abenteuer in der großen weiten Welt anwerben lassen. Wie immer wiederholt sich Geschichte, wenn auch im neuen Gewand.

  2. Was ist der neue Pakt .
    Der Pakt hat Aufrüstung im Programm , länderübergreifenden Einsatz,
    forciert den Ausbau der Infrastruktur für schnellen Krieg und den Ausbau der Infrastruktur bis an die russische Grenze .
    Der Pakt ist die weitere Hochrüstung der NATO und der Ausbau der Fähigkeit der NATO für Angriffskriege .
    Wesentlicher Teil dieses Paktes ist die Entbürokratisierung, d.h. der unbehinderte Durchmarsch auch fremder Armeen durch Europa, wobei unschwer zu erraten ist, dass in erster Linie die USA gemeint ist .

  3. Was mich am meisten stört ist die Verlogenheit der österreichischen Politiker. Hier könnte man schon Politverbrechern sprechen.
    Diese beteiligen UNGEFRAGT unsere Nation an derartigen Dingen.

    • Was ist nur mit der segensreichen Neuitralität Österreichs? Verstößt dieses Militärbündnis nicht gegen die österreichische Verfassung?

      Wichtigste Fragen werden öffentlich nicht diskutiert: Wer beschließt über die Einsätze? Kann ein Land im Einzelfall die Mitwirkung verweigern – oder auch ganz aussteigen?

      Ich habe den Eindruck, dass es in Brüssel mal wieder darum geht, einfach zu machen (Merkel) ohne den Willen des Volkes zu berücksichtigen!

      • Der österreichische Außenminister Kurz hat den Vertrag unterschrieben , entgegen der Verfassungsbestimmung der immerwährenden Neutralität .
        Der Kurz ist ehrgeizig und vermutlich ist es Bedingung politischen Erfolges,
        bestimmten Vorgaben zu folgen und dabei bestehende Gesetze zu ignorieren .
        Die Vorgaben werden von der EU , von der NATO , von den Transatlantikern und dem Internationalen Kapital gestellt .