in Europa

Das Britische Parlament hat die weitestgehende Abschaffung der Tierrechte durchgesetzt. Die Abgeordneten des Britischen Parlaments haben in einer Abstimmung festgelegt, dass Tiere angeblich keinen Schmerz empfinden könnten, keine Gefühle hätten.

Die Erklärung, dass Tiere ebenfalls Emotionen und Schmerz empfinden können, sollte ursprünglich in den Brexit Vertrag einfließen, da etwa 80 Prozent aller Tierschutz- Tierrechtsgesetze in Groß Britannien auf EU-Recht zurückgehen. Somit wird mit dem Brexit in Groß Britannien de facto nun auch der Tierschutz abgeschafft.

Während die Empfindungsfähigkeit politisch in der EU und in der Wissenschaft allgemein erkannt und anerkannt ist, verweigert nunmehr das Britische Parlament Tieren eine entsprechende Anerkennung und macht damit den Weg für Misshandlungen sowohl wildlebender als auch Haustiere frei. Die EU Gesetze und Regelungen hatten zuvor für eine erhebliche Entwicklung und Durchsetzung der Tierrechte und des Tierschutzes in Groß Britannien gesorgt.

Damit wird aber auch ein Freihandelsabkommen und ein gemeinsamer Landwirtschaftsmarkt zwischen der EU und Groß Britannien unwahrscheinlich, da die Brexit- Verhandlungen im Focus der Medien stehen. Ganz anders hingegen sieht es bei den Tierrechten bei den Verhandlungen der EU zum Freihandelsabkommen JEFTA mit Japan aus. JEFTA wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit Japan verhandelt (1)

Erst kürzlich kam es zu Gewalttätigkeiten von berittenen Teilnehmern einer Hetzjagd auf Füchse gegenüber Tierschützern. (2) Groß Britannien wurde immer wieder für das zu Tode hetzen von Tieren verurteilt. Kritiker sehen in der verächtlichen Haltung insbesondere der eher begüterten Fuchsjäger gegenüber Tieren Parallelen zu der oftmals verächtlichen Haltung der selben Eliten gegenüber ihren nicht gleichermaßen wohlhabenden Mitmenschen oder zum Kolonialgebaren Groß Britanniens vor allem im 19. und 20. Jahrhundert und der Haltung der Briten zu den Menschen der besetzten Gebiete. Ein Zusammenhang zwischen dem Anerkennen von Menschen- und Tierrechten kann also bestehen.

Dass das Tierwohl bzw. die Ablehnung des Tierwohls eine sehr aktuelle politische Bedeutung besitzt, zeigt sich übrigens auch in Spanien und Katalonien. Während die spanische Regierung immer noch an der Tierquälerei des Stierkampfes festhält, hatte Katalonien bereits 2010 den Stierkampf verboten hatte, hob das Spanische Verfassungsgericht auf Betreiben von Manuel Rajoy das Verbot der Tierquälerei 2016 wieder auf. (3) Die Begründungen, die damals vom Spanischen Verfassungsgericht vorgebracht wurden, besitzen auffällige Ähnlichkeiten mit jenen, mit denen immer wieder gegen jedes eigenständige Handeln des Katalonischen Volkes durch Rajoy und die Spanische Regierung vorgangen wird. (4)

So bleibt für alle EU – Bürger und auch für die Briten zu fragen, welcher Zusammenhang zwischen Tierrechten einerseits und auch dem Ansehen der Bürger, ihren Rechten und dem Verhalten bestimmter Eliten andererseits besteht.

Quellen:
(1) https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/FAQ/JEFTA/01-faq-jefta.html , https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/FAQ/JEFTA/01-faq-jefta.html , https://www.campact.de/jefta-stoppen/ , https://www.greenpeace.de/jefta
(2) http://www.telegraph.co.uk/news/2017/11/20/huntswoman-whips-masked-protesters-anti-hunt-confrontation-caught/
(3) siehe u.a. http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/stierkampfverbot-in-katalonien-rechtswidrig-14490427.html
(4) http://www.elmundo.es/cultura/2016/10/20/57f4cf5ee5fdea5e408b4611.html siehe auch zu Spanien und EU: http://www.neopresse.com/europa/spanien-malta-oder-eu-apokalypse-now/ u.a.

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25 Kommentare

  1. Wer hochentwickelte Lebewesen wie Tiere Gegenständen gleichstellt, der hat auch keine Hemmungen, dies mit Menschen zu tun. Es bedarf nur eines ideologisch begründeten Freiraums, so zu verfahren und schon geschieht es. Erschreckend, in welche Ausmaß sich eine zunehmend denaturiert lebende Gesellschaft solchen Entwicklungen gegenüber gleichgültig zeigt – wenigstens so lange, bis die Auswirkungen den Einzelnen selbst treffen.

  2. Nun ob die Briten oder die Spanier oder andere osteuropäische Staaten, deren Empathie-Empfinden ist wahrlich gestört, muss man sich fragen, ob diese Verantwortlich Empfindungen haben und Schmerz verspüren. Müsste man mal testen

  3. Diese geistes gestörten parlamentarier sind eher die ohne gefühle! Diesen kranken raubtieren sollte man mal ein paar ihres gleichen ins parlament setzen, so ein rudel löwen… Wobei selbst diese löwen wahrscheinlich mehr gefühle und empathie wie diese kranken menschen besitzen…

  4. Es ging um eine Passage im EU Recht, die man nicht genau so übernehmen wollte. Bissl Hintergrundinfo hätte nicht geschadet

    https://www.theguardian.com/politics/2017/nov/22/mps-social-media-deny-vote-animals-are-not-sentient-protocol-uk-law

    Die Briten wollen die Standards sogar noch verschärfen, was Tiertransporte und etliches anderes betrifft.
    Jedenfalls hats nach der Meldung sofort einen shitstorm gegeben, der sich gewaschen hat. Gerade in GB sind die Tierschützer eine starke Lobby, die hier offenbar instrumentalisiert wurde.
    Man muss aber nicht überall sofort mitdackeln, und könnte shon ein bissl genauer schaun.

    • Danke, Tictac, für diese Klarstellung, dass das Britische Parlament gar nicht erklärt hat, dass Tiere keine fühlenden Wesen seien. Der Guardian beschreibet genau, dass es nur um geetzestechnische Gründe geht, dass tierfreundliche Passagen aus dem EU-Recht nicht wörtlich übernommen wurden. Der von NEOPresse übernommene Beitrag ist daher nicht mehr als ein FAKE!!!

      • Naja, es gab auch britische Zeitungen, die es so dargestellt hatten, offenbar, weil eine Grüne Abgeordnete das so auslegen wollte. Prompt ging ja auch der shitstorm los, wie ja hier auch in den Kommentaren.
        Das drehte dann aber recht schnell, als die Foristen genauer recherchierten, und merkten, dass sie geleimt worden waren.
        Der Autor hat halt vorschnell was übernommen, kann ja passieren, jedem passieren mal Fehler.

  5. Was sind das alles für krank, hirnlose Banditen??
    Man sollte ihnen die Schmerzen zufügen, die sie anderen Menschen und den Tieren zufügen, dann wüssten sie, dass die Menschen als Folgekreatur der Schimpansen auch Schmerzen empfinden.

    Was für ein korruptes Saupack!!