in Europa

Seit mehreren Wochen gehen viele Griechen gegen ein geplantes Reformpaket der SYRIZA-Regierung auf die Straße. Vorgesehen sind weitere Kürzungen der Gehälter im öffentlichen Sektor und der Renten sowie höhere Steuern für Landwirte. Bauern aus dem ganzen Land kommen dieses Wochenende zu Protesten nach Athen. Die Stimmung schlägt um.

In Bussen, mit privaten Fahrzeugen und Traktoren rollen Landwirte aus dem ganzen Land in Richtung Syntagma-Platz, um in der griechischen Hauptstadt ihre Zelte für eine zweitägige Demonstration zu errichten. Andere blockieren mit ihren Landwirtschaftsfahrzeugen wichtige Verbindungsrouten, wie die Autobahn zwischen Thessaloniki und Athen unterhalb des Olymps. Nach Angaben der griechischen Nachrichtenagentur ANA-MPA werden im ganzen Land über 65 Blockaden der Bauern erwartet. Die Polizei errichtet ebenfalls Blockaden, um die Landwirte an einer Weiterfahrt in das Zentrum von Athen zu hindern.

Zu Auseinandersetzungen mit der Polizei kam es bereits am frühen Freitag vor dem Landwirtschaftsministerium. Bauern aus Kreta versuchten in das Gebäude zu gelangen, wobei sie von der Polizei am Eingang des Ministeriums gehindert wurden. Es kam zu Steinwürfen, Sachbeschädigungen und Verhaftungen. Die Polizei setzte gegen die Demonstranten Tränengas ein. Weitere Zusammenstöße mit Beamten gab es am Freitag an einer Polizeisperre in Haidari, am Stadtrand von Athen, als Farmer von den Peloponnes mit ihren Fahrzeugen zum Protest in die Innenstadt von Athen fahren wollten. Eine Weiterfahrt sei nur mit den öffentlichen Bussen möglich, hieß es vonseiten der Polizei, woraufhin die Bauern Steine warfen und die Beamten Tränengas einsetzten, wie das Nachrichtenportal GR schreibt. Am Abend erreichten erste protestierende Landwirte den Syntagma-Platz vor dem Parlamentsgebäude.

Die Polizei geht davon aus, dass an den Protesten der Bauern über 10.000 Demonstranten teilnehmen. Sollten sich in der Zwischenzeit weitere Gruppen dem Bauernaufstand anschließen, so kann die Teilnehmerzahl aber noch steigen, wie ANA-MPA mitteilt.

Mit den Protesten der Bauern gegen weitere Sozialkürzungen und Steuererhöhungen für die Landwirte solidarisieren sich unter anderem auch die Verbände der griechischen Selbständigen sowie Studentenvereinigungen und Gewerkschaften. Verhandlungen zwischen der Regierung und Vertretern der Agrarverbände waren im Vorfeld der Demonstration gescheitert.

Im seit mehreren Jahren bankrotten Griechenland hat sich die Stimmung gegen Premier Alexis Tsipras und sein Regierungsbündnis SYRIZA gewendet, nachdem dieser – entgegen seiner Wahlversprechen und einem deutlichen „Nein“ der Bevölkerung in einem Referendum gegen weitere Sparmaßnahmen – den Sparkurs, trotz seines anfänglichen Widerstands, aus Brüssel fortsetzt.

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Dein Kommentar

Kommentar

  1. In Griechenland fängt es also an. Italien, Frankreich und -Deutschland- werden folgen. In Berlin sollte der Bundestag schon mal einen Sonderzug bestellen! Aber wohin mit dem Zug?

  2. Lemminge.
    Erst wählen Sie Politiker und akzeptieren, dass der Gewinner sie beherrschen darf .
    Und dann betteln sie die Herrscher an, ihre Situation zu verbessern.
    Meine Güte!
    Warum sollen Andere über mich herrschen?
    Beherrsch werden wollen nur Sklaven!

    Und wenn ich MIR einen Führer wähle (z.B. Verien, Genossenschaft, Chef) dann ist das meine Sache.
    Aber wieso soll der dann über andere Menschen bestimmen dürfen, die ihn nicht gewählt haben?
    Und warum mit auch noch GEWALT und ZWANG???
    Werdet endlich Erwachsen!
    https://www.youtube.com/watch?v=rg83dibDhgk

  3. Richtige so ! Orea !!! Daran sollten sich wir Deutsche mal ein Beispiel nehmen. Aber nein, dass sind ja Untermenschen, dass sind ja faule Säcke……..bla, bla !!!

  4. Die führenden Köpfe Syrizas haben auf englischen Privatschulen Ökonomie(feudalistisches Betrugssystem) studiert. Man konnte an der Biographie von vornerein sehen das Syriza eine sozialistische Scheinpartei ist genau wie in Deutschland die SPD, Grüne. Griechenland hätte aus dem Euro austreten müssen. Es wäre dann für alle in Griechenland hart geworden aber sie hätten eine Chance auf Freiheit gehabt. Die Patrizier(Feudalisten die bei Syriza sind haben nur ihren Lebensstandard und ihre Positionen gerettet) und dafür die Griechen verkauft. Nur die Griechen müssen sich nicht daran halten genau wie Europa auch kein vertrag wie TTIP und Ceta akzeptieren muss auch wenn dieser mit totalitärer Gewalt durchgesetzt werden wird.